Herzlich Willkommen!

Schrott - Kunst - Fahrradteile. Die Gemeinsamkeit dieser drei Worte habe ich in meiner Galerie zur Ansicht gestellt. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann mich gerne kontaktieren. Wer mehr über mich erfahren möchte, darf gerne weiterlesen.

Ich würde mich in erster Linie nicht als Künstler bezeichnen. Ich bin Mechaniker, Schweißer, Schrauber, kreativinfiziert. Was soll ich sagen? Ich hole einfach mal weit aus.

Ich wurde geboren als Benjamin Oliver Känel im Sommer 1979 in Jena (ehem. DDR). 1983 emigrierte meine Familie nach Westdeutschland. Aufgewachsen bin ich in West-Berlin. Nach der Wende wohnte ich eine Zeit in Jena und seit 2001 bin ich wieder Berliner. Ich bin gelernter Kfz-Mechaniker und Fahrradmechaniker. Zwischenzeitlich wollte ich studieren, machte mein Fachabitur in Metalltechnik und brach nach zwei Semestern Fahrzeugtechnik das Studium ab, denn nun wusste ich, ich muss etwas mit meinen Händen machen. Theorie war mir zu trocken und imaginär. Also wurde ich wieder Mechaniker. Bis ich eines Tages BufDi wurde.

Schrott übt eine magische Anziehung auf mich aus. Wenn ich z.B. eine abgenutzte Fahrradkette oder ein abgenutztes Ritzelpaket sehe, fallen mir spontan etliche Dinge ein, die man daraus bauen könnte. So verhält es sich fast mit jedem Teil, was im Schrott landet. Je verrosteter es ist, um so mehr interpretiere ich in die abgenutzten Teile eine Art Eigenleben, eine Seele, ein Wesen, welches danach schreit in neue Formen gebracht werden zu wollen.

Es fing in der Kfz-Werkstatt an. In meiner Ausbildung und in den Jahren als Geselle, habe ich viele viele Autoteile „amputiert“ und in den Anhänger geschmissen, der am Ende des Monats zum Schrotthandel gebracht wurde. Dort wurde der kleine Haufen Schrott auf einen größeren Haufen Schrott geworfen und mein Herz hat jedes mal geblutet. Was man daraus alles hätte machen können. Aber wann und vor allem wo? Ich hatte keine eigenen Räumlichkeiten, wo ich den Schrott hätte sammeln und verarbeiten können.

Dann arbeitete ich ein paar Jahre in einem Fahrradladen. Und der Schrott wurde weniger, aber nicht weniger interessant. Plötzlich sah ich lauter Tiere und Pflanzen aus Schrott und das Verlangen in mir wuchs immens. Hinzu kam, dass ich die Schweißarbeiten aus der Autowerkstatt echt vermisst hatte. Aber wieder die große Frage: Wann und Wo? Eine Fahrradwerkstatt hat kein Schweißgerät und solange die Sonne draußen ist, hat man als Mechaniker keine Ruhe vor Fahrrädern.

Dann zeigte mir eine Freundin eine Anzeige: Bundesfreiwilligendienstler gesucht. Was für ein schreckliches Wort, aber was für eine geniale Erfindung. Nochmal Zivildienst bitte! Ich „leistete“ meinen „Bundesfreiwilligendienst“ anderthalb Jahre beim Projekt Berliner Lastenrad-Netzwerk in Berlin Treptow, über den Verein Kunst-Stoffe Berlin e.V. Ich unterstütze das Projekt weiterhin als Ehrenamtlicher oder „Freiwilliger“, wie die offizielle Bezeichnung wohl wäre, und seit Anfang 2017 lasse ich mich immer öfter zur Unterstützung beim Verein Flicken! Und Berliner Fahrradmarkt sehen.

Und um mit dramatischen Worten zu enden. Heute kann ich sagen: Die Zeit als BufDi hat mir die Möglichkeit gegeben mich selbst verwirklichen zu können.

Viel Spaß auf meiner Website – yeah! ;)

Cheerz

Bruce Benner